Auch wenn Minusheart größtenteils von der nordamerikanischen Industrieszene inspiriert ist, sind sie Teil der neuesten Welle industrieller elektronischer Acts, die aus Europa strömen. Minusheart nähert sich einem noch neueren Adrenalinschub zu einem Genre, das sich bereits zu erweitern scheint, um zu platzen.

2007 wurde Minusheart von Diver und Benden in Aachen gegründet.
Von Winter 2007 bis Frühjahr 2009 arbeitete Minusheart an ihrem ersten Longplayer „Disease“, der im Oktober 2009 beim deutschen Label Echozone veröffentlicht wurde.
Künstler wie Monolith, Accessory oder Myk Jung von The Fair Sex haben an der Produktion von Minushearts Debüt mitgewirkt. Die erste Ausgabe von „Disease“ enthält die Ergebnisse dieser fabelhaften Sitzungen. Die Texte von Topical Diver beschreiben die sozialen Krankheiten unseres Jahrhunderts, ohne dass es an Sarkasmus und Ironie mangelt.
Im Juli drehte Minusheart ihren ersten Kurzfilm „Feel No Pain“ unter der Regie von Robert Sukrow. Im Herbst 2009 stieg der Erfolgshit „Don’t Feed The Cats“ in die spanischen Club-Charts ein und wurde europaweit ein Hit.

In der Zwischenzeit haben mehrere Musiker aus der ganzen Welt angefangen, die Songs von Minusheart zu remixen. Unter anderem beschäftigten sich Amerikas industrielle Shootingstars Alter Der Ruine und die deutschen Elektrohelden Destroid mit den Melodien von Minusheart. Im Frühjahr 2010 verbreitete sich Echozone mit der Veröffentlichung von Minushearts limitiertem Remix-Album „Healed“. Gleichzeitig produzierte die Band ihren Low-Budget-Musikclip „Lifespan“ gemäß der „Breathtaker Club Version“ von Mono.Sys. Abhängig von der Krankheit in Benden wurde es im Sommer 2010 so ruhig wie eine Uhr um Minusheart. Die Band sagte die geplanten Live-Aktivitäten ab. Während dieser Tage halten einige Compilations (wie der imposante Sampler Electro Pop Vol. 2 mit O.M.D., Covenant, VNV Nation, Front Line Assembly) den Namen „Minusheart“ am Leben.

Bereits auf seiner Reise durch Südeuropa im Sommer 2009 begann Diver, Gedichte für das nächste Minusheart-Album „The Big Idea“ zu schreiben. Im Februar 2011 verließ Benden Minusheart. Gleich am nächsten Tag schloss sich Vary, der einst der Mastermind von Cyme In Bloom war, Minusheart an. Im Winter 2010/11 traf Diver ihn jedoch für einige Jam-Sessions in den Low Noise Studios Aachen. Im Frühjahr beendeten Diver und Vary „The Big Idea“. Im Mai 2011 tauchten der belgische „Enfant Terrible“ Wildhoney, der bekannte Schlagzeuger von Luc Van Ackers Revolting Cocks, und Upstream, ein talentierter elektronischer Musiker aus Aachen, in Minusheart ein. Sie sollten als Unterstützung für die Live-Auftritte von Minusheart integriert werden. Im Juni drehte Frédéric Sapart Minushearts dritten Videoclip „Drawback“, der auch als neue Single ausgesprochen wurde. Nach einer zweijährigen Reise erschien im Oktober 2011 „The Big Idea“. Die Texte von Diver beschäftigen sich auf auffallende Weise mit Themen wie Liebe und soziale Beziehungen. Abhängig vom elektronischen Arrangement und dem Sound der Gitarren erinnert das Album an rohe elektronische Musik aus den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. Im Mai 2012 erschien die zweite Single ‚Inglorious Bang‘, die einen weiteren Remix von Accessory und Versionen von Diskonnekted enthält und Mike Silence. Der von Tim Assmann gefilmte und von Frédéric Sapart geschnittene Clip erscheint ein halbes Jahr zuvor auf YouTube. Bereits im Mai 2012 wurde „Book of Love“, das dritte Video zu „The Big Idea“, vom deutschen Avantgarde-Filmemacher Schwarzdreher fertiggestellt und sofort veröffentlicht.

Im Herbst 2013 veröffentlichte Minusheart ihr drittes Studioalbum „Calls From Space“ auf Echozone. Zum ersten Mal wurde dieses Album von Anfang an von Diver und Vary komponiert. Minusheart klingt komplexer als je zuvor. Vary brachte den typischen Stil von Minusheart auf ein höheres Level, obwohl Divers Stimme immer noch das Herz und den Geist von Minusheart bestimmt. Tatsächlich sprechen seine Worte menschliche und übermenschliche Dinge an und er bezieht sich immer auf die Naivität der Menschheit. Die Arbeiten zu ‚Calls From Space‘ tauchen in die früheren Sessions von Diver and Vary im Frühjahr 2011 ein. Zum zweiten Mal in Folge arbeitete Minusheart im Studio mit Ramón Creutzer zusammen, der auch mehrere Jahre vor den Alben von The Fair Sex, No More und The Legendary Pink Dots.

Textquelle https://www.facebook.com/minusheart

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